Braunerde

Abteilung Terrestrische Böden

Klasse Braunerden

 

Bodentyp: Braunerde

Verbreitung der Braunerde in Deutschland

Download Verbreitung der Braunerde in Deutschland (PDF) 

Die Braunerde ist der Bodentyp mit der flächenmäßig weitesten Verbreitung und der vorherrschende Bodentyp in Deutschland. Braunerden können sich auf basischen Festgesteinen (Eu-Braunerde), auf sauren, silikatischen Lockergesteinen (Dystrophe Braunerde) oder auf Geschiebemergeln (Mesotrophe Braunerde)  entwickeln. Sie unterliegt in ihrer Entstehung keinen allzu engen Regeln.  Der Name leitet sich schlicht von der Farbe des Bodens ab, braun. Jedoch sind die kennzeichnenden und dominierenden bodenbildenden Prozesse der Braunerde die Verbraunung und die Verlehmung.

Die Verbraunung ist ein Teilprozess der Verwitterung. Aus eisenführenden Silikaten werden Fe++-Ionen gelöst und oxidieren zu Fe3+-Ionen (Goethit), was wiederum die bräunliche Verfärbung begründet. In tropischen Klimazonen fehlt während der Oxidation des Eisens oftmals das Wasser in ausreichender Menge zur Bildung von Goethit. Dies führt zwar auch zu Oxiden, jedoch entsteht nicht das Goethit sondern das Eisenoxid Hämatit und dies besitzt eine wesentlich kräftigere rote Farbe. Deshalb sind Böden in tropischen Gebieten so intensiv rot gefärbt und nicht braun wie in Deutschland.

Durch die Reaktion von im Vorfeld durch Verwitterung freigesetzten Aluminiumhydroxiden und Kieselsäure bilden sich zusätzlich vor Ort (In Situ) Tonminerale wie Illite, Smectite und Vermiculite was durch den Prozess der Verlehmung beschrieben wird.

Horizontabfolge (nach KA5): Ah/Bv/C

WRB-Klassifikation: Cambisol

Podsol-Braunerde

Podsol-Braunerde

rAp: 0-26 cm

Bhv: 27-36 cm

Bv: 37-50 cm

Bv-Cv: 51-80 cm

Sw-Bv-Cv: 81-100+ cm