Faktoren und Prozesse

Damit sich ein Boden entwickeln kann müssen unterschiedliche bodenbildende Faktoren und bodenbildende Prozesse auf ihn einwirken. Jeder Bodentyp unterlag und unterliegt noch immer diesen Faktoren und Prozessen und entwickelt sich stets weiter. Entweder zu einem anderen Bodentypen, welches durch die Bodenentwicklungsreihen bzw. Bodentypen-Sequenzen beschrieben werden kann oder die diagnostischen Merkmale des vorliegenden Bodentyps werden stärker ausgeprägt.

Als bodenbildende Faktoren der terrestrischen und semiterrestrischen Böden zählen das Ausgangsgestein, das Relief, das Klima, der Mensch, die Vegetation und die Zeit. Bei den Unterwasserböden (insbesondere Fließgewässern) sind dies zusätzlich die Organismen, die Oberflächenbeschaffenheit des Gewässergrundes, die Wasserbewegungen, die Wassersäule und katastrophale Ereignisse wie z. B. Stürme.

Die bodenbildenden Prozesse können in Transformationsprozesse (Umwandlung) und Translokationsprozesse (Verlagerung) gegliedert werden.  Zu den Transformationsprozessen zählen die Verwitterung und Mineralneubildung, die Zersetzung und Humifikation und die Gefügebildung. Die Mobilisierung, der Transport und die Immobilisierung stellen die Translokationsprozesse dar.

Bodenbildende Faktoren und Prozesse sowie die daraus resultierenden Merkmale beeinflussen sich stets untereinander.

 

Bodenbildende Faktoren

Bodenbildende Prozesse