Gley

Abteilung Semiterrestrische Böden

Klasse Gleye

 

Bodentyp: Gley

Der Name dieses Bodens leitet sich aus dem russichen ab und bedeutet übersetzt so viel wie Schlamm. Ein Boden wird schlammig wenn er einen hohen Wasseranteil aufweist. Gleyböden sind Böden dessen Eigenschaften durch hoch anstehendes Grundwasser  verändert sind. Grundwasser ist relativ sauerstoffarm bis -frei. Eisen- und Mangan-Ionen reduzieren zu Fe++ und Mn++. Die Ionen werden dadurch im Wasser gelöst und sind mobil. Durch Grundwasserschwankungen und Kapillarhub (abhängig von der Körnung) steigt das Grundwasser in höhere Tiefen auf. Dort ist das Sauerstoffangebot größer, Fe und Mn können oxidieren und werden aus der Lösung gefällt. So bilden sich gleytypische Rostflecken und Eisenkügelchen sowie kleine schwarze Mn-Kügelchen sowie die Marmorierung. Mn ist etwas leichter löslich als Fe. Deshalb findet man die Mn-Kügelchen etwas weiter oben im Profil. Je geringer die Grundwasserschwankungen sind, desto schärfer erkennbar ist die Grenze zwischen reduziertem (Gr) und oxidiertem Horizont (Go). Gleye sind je nach Grundwasserstand schon landwirtschaftliche nutzbar, werden aber oft als Mähweise genutzt. Bei sehr hoch anstehdem Grundwasser können sich nach weiterer Entwicklung andere Gleyböden ausbilden.

Horizontierung (nach KA5): Ah/Go/Gr

WRB-Klassifikation: Gleysol

Gley

Gley

Go-rAp: 0-26 cm

aGo: 27-40 cm

fAa-Gor: 41-68 cm

Gr: 67-100 cm