Haftnässemarsch

Abteilung Semiterrestrische Böden

Klasse Marschen

 

Bodentyp: Haftnässemarsch

Eine Haftnässemarsch weist ähnliche Eigenschaften wie ein Haftpseudogley auf, der gesamte Bodenkörper staut Niederschlagswasser auf. Sie kann sich aus einer Kleimarsch entwickelt haben, muss es aber nicht zwangsläufig. Allerdings sind diese beiden Bodentypen eng vergesellschaftet und treten räumlich benachbart auf.

Hohe Anteile an feinen Bodenarten wie Schluff und Ton sind der Grund für den ebenso hohen Anteil an Feinporen. Die Feinporen sind so klein, dass an und zwischen den Bodenpartikeln durch Adsorptions- und Kapillarkräfte gehaltenes Wasser diese Poren ausfüllt (Haftwasser). Dementsprechend wenig Luft bzw. Sauerstoff dringt in den Bodenkörper ein, der für eine Oxidation der Eisen- und Manganionen (auch andere Metallionen) führen würde. Somit liegen diese Ionen in reduzierter Form vor und die typischen durch Wassereinfluss veränderten (hydromorphen) Merkmale bilden sich aus (z. B. graue-dunkelgraue und/oder gebleichte Farbe, Geruch nach Schwefelwasserstoff).

Horizontabfolge (nach KA5): Ah/(e)Sg-Go/(z)(e)Gr

WRB-Klassifikation: Gleysol oder Fluvisol