Hochmoor

Abteilung Moore

Klasse Naturnahe Moore

 

Bodentyp: Hochmoor

Die Weiterentwicklung von einem Niedermoor führt zu einem Hochmoor. Auch hier entsteht der weitere Torf durch den verringerten Abbau der organischen Substanz aufgrund des hohen Wasseranteils. Das Prinzip ist also das Gleiche. Ein Hochmoor, in der Landschaftsökologie auch Uhrglasmoor oder Regenmoor genannt, entwickelt sich auch über die Geländeoberfläche hinaus und wird von nun an ausschließlich durch Niederschlagswasser gespeist. Dies unterscheidet es vom Niedermoor. Angesiedelte Torfmoose speichern Wasser wie ein Schwamm. Sterben diese ab, werden dessen Überreste nur sehr geringfügig abgebaut und reichern sich an, das Moor wächst. Durch den niedrigen pH-Wert von 3-4, bedingt durch organische Säuren, ist die Abbauleistung noch stärker gehemmt. Je stärker Pflanzenreste und Fasern noch erkennbar sind, desto geringer ist der Torf zersetzt. Hochmoore sind stets kalkfrei. Nicht entwässerte Hochmoore sind aufgrund der verstärkten Anreicherung der organischen Substanz, die zu mehr als 50% aus Kohlenstoff besteht, sehr gute Kohlenstoffsenken und tragen effektiv zum Klimaschutz bei. Hochmoore sind nicht begehbar, auch wenn die Geländeoberfläche manchmal den Anschein bietet.

Horizontabfolge (nach KA5): hHw/(hHr/)(uHr/)(IIfFr/)…

WRB-Klassifikation: Histosol