Kalkpaternia

Abteilung Semiterrestrische Böden

 Klasse Auenböden


Bodentyp: Kalkpaternia

Wie der Name der Paternia leitet sich die Kalkpaternia auch vom Fluss Río Paternia in Spanien ab. Die Kalkpaternia entwickelt sich, wie der Name vermuten lässt, aus carbonatischen Ausgangsgesteinen und die Bodenart ist aufgrund der geringeren Verwitterungsbeständigkeit der Minerale feiner als die der Paternia. Auch hier ist die Bodenbildung weiter fortgeschritten und der Oberboden zeigt weitere Humusanreicherungen gegenüber der Rambla. Die Kalkpaternia wird auch Auenpararendzina genannt. Die geringere Fließgeschwindigkeit bedingt durch geringeres Gefälle lässt diesen Boden weniger stark abtragen. Auffindbar ist dieser Bodentyp im Mittellauf von Flüssen, begleitend der Furkation (Aufgabelung) des Flusslaufes. Die Nährstoffe des Bodens stammen zusätzlich zu denen des Ausgangsgesteins aus episodischen Überschwemmungen welche Nährstoffe eintragen. Diese Böden werden oft als Grünländer genutzt oder sind vorzugsweise die Standorte der Weichholzauen.

Horizontabfolge (nach KA5): aAh/aelC/aG

WRB-Klassifikation: Fluvisol