Nassstrand

Abteilung Semisubhydrische und Subhydrische Böden

Klasse Semisubhydrische Böden

 

Bodentyp: Nassstrand

Ähnlich wie das Watt, ebenso im Verzahnungsbereich zwischen Atmosphäre und Hydrosphäre gelegen, entwickelt sich der Bodentyp Nassstrand. Seine Entstehung ist durch regelmäßige Meer-, Fluss- oder Brackwasserüberflutungen geprägt, welche ständig Sedimente nachliefern. Allerdings beschränkt sich dieser Bodentyp räumlich eng begrenzt entlang der Küstenlinie zwischen mittlerem Tideniedrigwasser und mittlerem Tidehochwasser.

Geprägt ist der Nassstrand von ständiger Überflutung und infolge dessen der Überlagerung von neuen Sedimenten. Die Grundwasseroberfläche liegt nicht tief unter der Geländeoberfläche. Er ist bis zur Grundwasseroberfläche und auch während der Überstauung sehr gut mit Sauerstoff versorgt. Dies liegt an der ununterbrochenen Wellenbewegung die das Wasser umwälzt und permanent mit Sauerstoff anreichert. Selbst bei ablaufendem Wasser wird durch die sinkende Grundwasseroberfläche Luft in die Poren des Bodens gesaugt was zusätzlich für eine gute Belüftung sorgt.

Sieht man sich das Profil an, erkennt man die einzelnen dünnen Schichten der Sedimente die sich bei jedem Hochwasser ablagern. Die leicht unterschiedlichen Farben kommen dadurch zustande, dass sich bei jedem Hochwasser ein Sediment anderer Korngröße ablagert, je nach Intensität der Wasserbewegung. Hebt man das Profil frisch aus, so erkennt man zunächst keine Bänder. Doch nach einigen Minuten treten sie zum Vorschein. Dies lässt darauf schließen, dass einige Bänder an der Profilwand schneller trocknen als andere, was wiederum auf die unterschiedlichen Korngrößen zurückzuführen ist. Die unterschiedlichen Farben kommen somit nur durch den unterschiedlichen Wassergehalt zustande.

 

Horizontabfolge (nach KA5): tmz(e)Fw/tmz(e)Fr

WRB-Klassifikation: Fluvisol

Nassstrand
Profil eines Nassstrands kurz nach dem Aushub
Nassstrand
Profil eines Nassstrands ca. 5 Minuten später

Nassstrand

tmzeFw: 0-40+ cm