Parabraunerde

Abteilung Terrestrische Böden

Klasse Lessivés

 

Bodentyp: Parabraunerde

Die Parabraunerde ist farblich nicht unbedingt von einer normalen Braunerde zu unterschieden weshalb sie auch Parabraunerde heißt. Doch die Unterschiede im Tongehalt des Unterbodens sind nicht durch den Prozess Verlehmung entstanden, sondern durch eingewaschene Tonminerale. Durch eine Entkalkung des Oberbodens fehlt die kolloidale Schutzhülle, die das zweiwertige Ca++ bewirkt. Dadurch verringert sich schlichtweg der Molekülradius und kann mit dem Niederschlag aus diesem Tiefenbereich ausgewaschen werden. Tonverlagerung findet zwischen den pH-Werten 5 und 7 statt. In pH- Bereichen < 5 liegen Al3+-Ionen vor, die hier die Funktion des Calciums übernehmen und Tonminerale ausfallen lassen. Es entstehen die charakteristischen Horizonte Al (Tonauswaschungshorizont des Oberbodens), welcher durch die Auswaschung ein wenig aufgehellt wird  und der Bt-Horizont (Toneinwaschungshorizont im Unterboden). Hier sind auch mit einer Lupe sogenannte Cutane (Tonhäutchen) zu sehen. Der Bt-Horizont hat eine 3-5% höheren Tongehalt als der Al-Horizont. Parabraunerden werden sehr oft ackerbaulich genutzt und sind ertragssichere Standorte.

Horizontabfolge (nach KA5): Ah/Al/Bt/C

WRB-Klassifikation: Luvisol

Pseudogley-Parabraunerde aus Löss, Feldtag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Borwede
Pseudogley-Parabraunerde

Schema Parabraunerde

Ap: 0-30 cm

Al: 31-50 cm

Sw-Bt: 51-75 cm

Sw-Bbt: 76-90

Sd: 91-100 cm