Pelosol

Abteilung Terrestrische Böden

Klasse Pelosole

 

Bodentyp: Pelosol

Pelosole sind mit ca. 45% Tongehalt im Unterboden sehr tonreiche Böden, was bereits der Name aussagt. Dieser leitet sich von dem griechischen Wort „Pelos“ = Ton ab. Die vorliegenden Tonminerale sind überwiegend Dreischichttonminerale und quellen unter Einwirkung von Wasser auf wodurch das Volumen vergrößert wird. Trocknet der Boden wieder aus kommt es zu Schrumpfungsrissen in die nun organische Substanz (Streu) fallen kann. Die Risse reichen teilweise bis in eine Tiefe von mehreren Dezimetern. Quellung und Schrumpfung sind aber in Deutschland nicht allzu stark ausgeprägt. Sie finden sich eher in Klimazonen mit ausgeprägter Trocken- und Regenzeit.

Nach internationaler WRB-Klassifikation nennt man diesen Bodentyp Vertisol. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „vertare“ ab und bedeutet Wechsel. Gemeint ist hier der Prozess der Peloturbation. Durch Quellung und Schrumpfung wird der Boden über längere Zeit von unten nach oben verlagert und kann sich so einmal auf den Kopf stellen.

Solch tonreiche Böden werden umgangssprachlich auch Minutenböden genannt da sie in nur sehr kurzem Zeitraum (oft nur Minuten) bearbeitet werden können. Fällt zu viel Regen, ist er zu weich und schmierig wie Butter und der Schlepper sinkt tief ein. Ist der Boden zu trocken, kann er hart sein wie Beton. Diese Eigenschaften machen eine ackerbauliche Nutzung schwieriger weshalb sie oft als Grünländer oder Mähweiden genutzt werden.

Horizontabfolge (nach KA5): (P-)Ah/P/i,eC

WRB-Klassifikation: Vertisol

Vertisol

Vertisol in Mexiko (Michoácan, Tuxpan)

Ap: 0-24 cm

Ah-P: 25-61 cm

P: 62-91 cm

P-Cv: 92-110 cm