Rohmarsch

Abteilung Semiterrestrische Böden

Klasse Marschen

 

Bodentyp: Rohmarsch

Die Rohmarsch ist ein sehr junger Bodentyp die sich typischerweise im Bereich der Salzwiesen in enger Vergesellschaftung mit dem Watt entwickelt hat. Durch Anlandung, Sedimentation und Massenverlagerung entlang der Küstenlinie hat sich die Landoberfläche leicht erhöht, weshalb es nun nicht mehr zu regelmäßigen, sondern nur noch zu episodischen Überflutungen kommt. Der Salzgehalt des Bodens ist recht hoch und kann bei starker Verdunstung im Sommer schon einmal über 10% betragen. Im oberen Bereich des Bodens, in dem der Luftzutritt am größten ist, reagieren Schwefelverbindungen mit Wasser und Sauerstoff zu Schwefelsäure.  Der pH-Wert ist hier sehr leicht abgesenkt, die Entkalkung setzt ein. Die saure Wirkung der Schwefelsäure wiederum wird durch die Reaktion mit kalkhaltigen Schalenresten über einen langen Zeitraum abgepuffert. Die Rohmarsch entwickelt sich durch voranschreitende Salzauswaschung langsam zur Kalkmarsch.

Horizontabfolge (nach KA5): (z)(e)Go-Ah/((z)(e)Go)/(z)(e)Gr

WRB-Klassifikation: Gleysol oder Fluvisol