Sapropel

Abteilung Semisubhydrische und Subhydrische Böden

Klasse Subhydrische Böden

 

Bodentyp: Sapropel

Mit der Gyttja in der Entstehung verwandt ist der Sapropel. Dieser Bodentyp entwickelt sich ebenfalls in nährstoffreichen Gewässern, allerdings unter sauerstoffarmen Bedingungen. Er wird auch als Faulschlammboden bezeichnet und ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt. Sauerstoffarmut und Nährstoffreichtum lassen sich bevorzugt in tiefen und ruhigen Stillgewässern, aber sehr oft auch in ruhig fließenden Flüssen finden. Durch Phosphoreinträge aus umliegenden Böden des Auenbereiches und beispielsweise veralteten Kläranlagen ist die mikrobielle Aktivität im Gewässer erhöht. Diese veratmen den geringen Anteil des Sauerstoffs bei zusätzlich hohen Wassertemperaturen im Sommer recht zügig wodurch es nahe der Bodenoberfläche schnell zu anaeroben (sauerstofffreien) Bedingungen kommen kann. Die organische Substanz wird nun von unter Sauerstoffabschluss lebenden Mikroorganismen besiedelt. Aufgrund dieser Voraussetzungen wird die Bildung und Freisetzung von Schwefelwasserstoff (H2S) und Methan (CH4) ermöglicht, es riecht faulig. Die schwarz-graue Farbe resultiert von reduzierten Metallsulfiden, hauptsächlich Eisensulfid (Eisen-Schwefelverbindung).

Horizontabfolge (nach KA5): Fr/G

WRB-Klassifikation: Fluvisol