Technogene Substrate

Technogene Substrate sind Materialien, die sich häufig in siedlungsnahen Böden finden. Sie sind nicht natürlichen Ursprungs. Standorte, die mit diesen Materialien aufgefüllt wurden oder belastet sind, werden oft als Altlast beschrieben. Es gibt eine ganze Reihe dieser Substrate und es kommen täglich neue hinzu. Dabei ist ihr Gefährdungspotential sehr unterschiedlich und kann von nicht bedenklich bis hin zu sehr toxisch (Dioxine) reichen. Letzteres ist glücklicherweise in nur seltenen Fällen zu messen. Zu den am häufigsten anzutreffenden Substraten zählen:

  • Schlacken (Stahlwerksschlacken, Gießereischlacken, etc.)
  • Aschen (Müllverbrennungsaschen, Rostaschen aus Kraftwerken, etc.)
  • Bauschutt (Straßenaufbruch, Beton, Mörtel, Ziegel)
  • Müll (Hausmüll, Sperrmüll, etc.)
  • Schlämme

Die einzelnen Substrate haben unterschiedliche chemische Eigenschaften und damit auch unterschiedliche Gefährdungspotentiale. Prinzipiell kann es als nicht vorteilhaft angesehen werden, wenn sich solche Materialien in Böden wiederfinden lassen. Doch für Laien ist es oft schwierig diese zu erkennen, sofern überhaupt Untersuchungen des Bodens vorgenommen werden. Dabei kann es über längere Zeit gesundheitsgefährdend sein, vermeintliches Biogemüse aus dem eigenen Garten zu essen, welches jedoch möglicherweise mit Schwermetallen oder anderen Schadstoffen belastet ist. Es ist daher ratsam mal einen Blick unter den Oberboden zu werfen und zu schauen was sich in einer Bodentiefe von 50 cm oder tiefer befindet.

Bei Interesse kann hier der Katalog technogener Substrate im PDF-Format heruntergeladen werden. Er bietet eine Übersicht über die 26 am häufigsten vorkommenden Substrate in Stadtböden und beschreibt das Aussehen, generelle Eigenschaften und das Gefährdungspotential.

Straßenaufbruch

Strassenaufbruch, Massstab: Quadrat = 1 cm x 1 cm (aus Meuser & Konen 2011)

Download Katalog Technogener Substrate

Meuser, H. & Konen, L. (Hrsg.) (2011): Katalog technogener Substrate. – Abbildungen,

Eigenschaften, Gefährdungspotential. Hochschule Osnabrück, Fakultät

Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, Studiengang Bodennutzung

und Bodenschutz, Osnabrück.