Terra rossa

Abteilung Terrestrische Böden

Klasse Terrae Calcis

 

Bodentyp: Terra rossa

Die Terra rossa (lat. = Rote Erde) ist wie die Terra fusca das Resultat aus  sehr lang andauernder Verwitterung von Kalk-, Dolomit- oder Gippsgesteinen. Die Ausgangsgesteine enthalten bedingt durch ihre Genese kleine Mengen Fremdbestandteile wie Kaolinite (Tonminerale), Feldspäte und Glimmer, die bei der Verwitterung nicht ausgewaschen werden. Eisenhydroxide und Aluminiumoxide bilden in Verbindung auch neue Tonminerale. Durch die Verwitterungsprozesse verringert sich ein Großteil der Carbonatgesteine, der Rest bleibt bestehen und reichert sich an (Residualakkumulation). Wegen einer geringeren Verfügbarkeit von Wasser  bildet sich teilweise statt des Eisenhydroxides Goethit vermehrt auch Hämatit, ein stark rostrotfärbendes Eisenoxid (Unterschied zur Terra fusca). Ursprünglich ging die Terra rossa aus der Rendzina hervor und existiert in Deutschland nicht oder nur sehr selten als eigenständiger Böden. Meist sind sie durch andere Böden überdeckt. Der Tu-Horizont enthält mindestens 65% Ton. Die durch Eisenoxide und –hydroxide (Goethit und Hämatit) bedingte Rotfärbung nennt man Rubefizierung, das kleine nachgestellte u des T-Horizontes symbolisiert dies.

Horizontabfolge (nach KA5): Ah/Tu/cC

WRB-Klassifikation: Leptosol, Vertisol, Luvisol, Lixisol, Cambisol